«Die Bärenfasnacht»
Das Kinderbuch zur Berner Fasnacht, mit Bärenmaske und Bärenlied
 
Die Geschichte von «Zottellotte und Mutzenurs»
zwei Bärenkindern aus dem Bärengraben / Bärenpark, die einmal die Fasnacht feiern wollten.

Text: R. Zoss, Illustrationen: B. Herrmann
 © 1996, Licorne Verlag, Murten, ISBN 3-85681-331-4,
32 Seiten farbig ill.
CHF. 29.– Euro

Bärner Bärenlieder
Man tanzt an weltweit den Bärengeburi-Bubland-Tanz.
Das Lied ist auf der CD "European Playground" beim Weltmusiklabel Putumayo
erschienen,
Es repräsentiert dort die Schweiz und die herausragende Musikszene aus Bern in Berner Mundart.
Weitere Bärenlieder findet man auf den Tierlieder-Alben «Xenegugeli» (Es chunnte e Bär) oder «Xenegugeli-Gold» (Ysbär, Nasenbär).

Seit 2009: Die ABC-App mit dem animierten Bär und 25 weiterern Tieren.

 
Zwei Bärenkinder werden geboren im Bärengraben in Bern. Als es warm wird, gehen Mamma Bär und ihre zwei Jungbärlein zum erstenmal nach draussen. Sie müssen viel lernen: Beeren suchen, ein Schlafnest bauen im Baumstrunk, klettern und schwimmen.
Als die Tage kürzer und kühler werden, erzählt die Mutter zum Einschlafen die Geschichte vom Urgrossvaterbär. Warum müssen sie nur immer schlafen im Winter? Wenn sie nur einmal so richtig durch den Schnee tollen könnten!?
 
Mitten im Winterschlaf werden sie geweckt: Saxophone, Tambouren und Flöten; und es riecht nach Menschen.
Mit List und Akrobatik gelangen die beiden aus dem Bärengraben und in die Altstadt, wo eine wilde Fasnacht läuft. Sie geniessen das Leben: schlemmen in Feigenkuchen, Honigbrot und Pouletschenkeln, probieren die verschiedensten Maskierungen aus. Und niemand merkt, dass sie echte Bären sind.
 
Beim Kostümwettbewerb gewinnen sie den ersten Preis. Uns sie tanzen und tanzen. Im Abschlussumzug - als die Stadt ihre Lichter löscht - beginnt es zu schneien. Schnee! Zum erstenmal erleben Zottellote und Mutzenurs Schnee.
Zwei Bärentatzenspuren führen im Schnee zurück zur Bärenhöhle... zu Mutter. Am Himmel leuchten die Sterne. Ein Schiff fährt zum Grossen Bär Lied auf «Schlummerland» Und von weitem erklingt das Bärenlied…  schönsts Bärndütsch!
 

«Chömet alli zäme - hüt geit niemer hei -
jitz wei mer  Fasnacht fyre -  d‘Bäre löh mer frei
U mache wildi Fratze - stampfe mit de Tatze, hey!
Bambelibuuch u Bambelibei, Zottellotte lüpf dys Bei!»


   
 

Das Buch verknüpft drei Themenkreise:
a) den Lebensraum des Braunbärs im neuen Bärengraben/ Bärenpark
b) die seit ein paar Jahrzehnten wieder belebte Tradition der Berner Fasnacht
c) die Geschichte der Stadt Bern

a) Der Lebensraum des Braunbärs im neuen Bärengraben
Braunbären sind bei der Geburt im Dezember/Januar blind, nur meerschweinchen-gross. In Gefangenschaft halten sie keinen Winterschlaf mehr, aber ihre Aktivität nimmt ab. Eine artgerechte Bärenhaltung ist in Gefangenschaft kaum möglich.
 
Als Minimalforderung (laut Studie von Alain Lavanchy und Schweizer Tierschutz) sollte vorhanden sein:
eine Mindestfläche von 1100 m2
(renovierter Bärengraben im Jahr 2000 = 600 m2). Auf Ende 2009 wird er zum Bärenpark auf 10'000m2 mit Aarezugang!
Natürlicher weicher Boden mit Grasbewuchs
Klettergelegenheit
Grosse Wasseranlage
Rückzugsmöglichkeit (Höhle)
Angepasste Fütterung (saisonal, Futter suchen lassen usw.)
Grosse, trockene Stallungen mit Einstreu



 

b) Die Tradition der Berner Fasnacht
Die Berner Fasnacht ist weder ein Importprodukt noch eine Kopie. Ihre Anfänge gehen aufs 15. Jahrhundert zurück. Damals müssen sich Handwerksgesellen zusammen mit Spielleuten verkleidet haben. Jedenfalls schritt die Obrigkeit mit Verboten ein. Perioden mit strenger Unterdrückung der Narretei und relativer Toleranz wechselten ab über die Jahrhunderte. Häufig wurden theatralische Darbietungen durchgeführt mit Figuren wie dem Bär, dem Eseldoktor, dem Chudermann, dem Hirsenarren.
1523 wurde die Fasnacht nach den satyrischen Inszenierungen des Malers und Dichters Niklaus Manuel kurzerhand von der Regierung verboten.
Der Karnevalsrummel  konnte zwar von den «gnädigen Herren» nie gänzlich gebodigt werden. Auch in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts wurde eine Art Karneval gefeiert,  z.B. im Kornhauskeller wo der Gugga-Ratscha-Maskenball stattfindet.

Aber die neue Berner Fasnacht wurde erst 1982 eingeführt.
Musikalisch dominiert hier das Saxophon. Die drei närrischsten Tage, die mit der Bärenbefreiung am Donnerstag nach Aschermittwoch beginnen und mit dem Monsterkonzert auf dem Bundesplatz enden, haben sich aussergewöhlich rasch zu einer der frechsten und modernsten Fasnachtsfeten der Schweiz entwickelt.. 
Ein wichtiges kulturelles Ereignis für Stadt und Land; und auch ein Bindeglied zwischen Obrigkeit und Volk. Ein Ventil für alle, die einmal verkehrte Welt spielen wollen, aus ihrer Haut fahren und in einen fremden (Bären-)Pelz schlüpfen.

 
c) Die Geschichte der Stadt Bern
Der Sage nach sollen die Gründerväter 1191 die Stadt nach dem ersten Tier, das erlegt wurde, benannt haben: einem Bär.
Nachdem man später entlang der Stadtmauern Hirsche ansiedelte, entstand im 15. Jhd. eine «Bärengrube» bei Käfigturm.

1764 wurden die Bären in die zweite Anlage am Bollwerk umgesiedelt, 1825 mehr gegen die Schanze verlegt, weil ein Zuchthaus am alten Standort gebaut wurde. 
1798 mit dem Untergang des Alten Bern wurden die Bären nach Paris entführt.

1853 beschaffte man sich zur Jahrhundertfeier des Eintritts Berns in den Bund zwei Bärenpaare. 
1857 wurde der jetzige Standort bezogen, 1925 der hintere Graben angefügt und 1996 der etwas artgerechtere Umbau abgeschlossen. 
2009 Eröffnung Bärenpark, 10'000 m2

 

d) Was wir mit der Geschichte von «Zottellotte & Mutzenurs» bewirken möchten:
Wir haben in unserem Bilderbuch versucht, die historische Herkunft des Bärs als Wappentier der Stadt einzubringen, das Leben der Bären möglichst artgerecht wiederzugeben und zu verbinden mit der Atmosphäre der Berner Fasnacht.
Traditionelle Fasnachtsgestalten (Riese Botti, Stadtgespenst) haben wir vermischt mit eigenen Kreationen (De-Meuron-Damen nach der grossen alten Patrizierin benannt, Giesskannen). 

Sehr viele wichtige Informationen zu diesem Buch steuerten Herrn Martin Vatter (Verein Bärner Fasnacht), Alain Lavanchy (Bärenforscher) und die Bärenwärter bei. Danke!

Auch Jimmy-Flitz, die «chlyni frächi Muus vom Münsterspitz» spielt eine wichtige Rolle, hier wie im Kinderbilderbuch vom Münsterturm und in der Güschisaga . Jimmy-Flitz gibt zum Schluss unseres Buchs Anleitungen zum Kostüm-Schneidern. 

Das Bärenfasnachtslied, speziell für Zottellotte & Mutzenurs komponiert und die zweiseitige Bärenmasken als Buch-Beilage, sollen allen Eltern ermögliche, ihre Kleinen auf die närrischste Zeit des Jahr vorzubereiten und das Fasnachtsfeuer in dieser schönen Stadt noch stärker zu entfachen und nie mehr ausgehen zu lassen!
 

 

Brigit Herrmann & Roland Zoss,

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Über die Illustratorin:
 
 
Brigit Herrmann erhielt für ihre Arbeit einen "World Graphic Award".
 
Was Brigit am liebsten tut:
Tee trinken. Gut mit sich Kirschen essen lassen. Pferde stehlen. Dem Vollmond entgegenspazieren. Barfuss durch Sommergewitter rennen. Feuchtes Moos riechen. Geleerte Kröpfe und manchmal einen leeren Kopf haben. Platz für Neues schaffen. Aufmerksamen Lebewesen begegnen. Warme Bettflaschen geniessen, heisse Sonnentage, Feuerwerke und Lippenstift. Das Leben vor dem Tod suchen. In ihre Kinderseele zurückschlüpfen.
 
 
 

 
 

 
Hier spielt die Musik:
Vereein Berner Fasnacht